"24h-Abschlussübung der Jugendfeuerwehr" am 17. und 18.10.

Alljährlich im Herbst hält die Jugendfeuerwehr Altheim ihre Jahresabschlussübung ab. In diesem Jahr startete die Übung am Samstag, den 17. Oktober. Anders als sonst gab es diesmal keine groß Show, um das Können des Feuerwehr-Nachwuchses einem breiten Publikum zu demonstrieren. Es war eine Übung, die über 24 Stunden angelegt war. Sie begann pünktlich um 12 Uhr mit einer Besprechung der Helfer und der Ausbilder, bevor um 13 Uhr die Jugendlichen eintrafen.

Jugendfeuerwehrwart Thilo Becker, die Ausbilder und Ralf Kaiser als Vorsitzender der FFW Altheim, begrüßten die Teilnehmer der Übung. Thilo Becker machte die Anwesenden mit dem geplanten Ablauf der kommenden Stunden vertraut, wobei die eingestreuten Alarmübungen natürlich nicht verraten wurden. So wurde den Teilnehmern die Einteilung auf die Fahrzeuge bekanntgegeben, Hinweise zur Aufbewahrung der persönlichen Ausrüstungsgegenstände, wie z.B. Schutzhelm, gegeben, denn - es könnte ja sein, dass eine Alarmierung im Laufe des Tages erfolgt. Dann ging es los, Unterricht, wie sonst auch. Fahrzeugkunde stand im Plan, also begaben sich alle in Fahrzeughalle, die Erwachsenen bewegten die Fahrzeuge nach draußen. Nach der Fahrzeugkunde war „Hydranten spülen“ angesagt, doch die erste, mit Spannung erwartete Alarmierung traf ein: Personensuche im Wald.

Ausrücken und bilden einer Suchkette gingen reibungslos und erfolgreich vonstatten, sodass bald die Rückkehr ins Feuerwehrhaus erfolgen konnte. Nach dem Aufschlagen der Nachtlager (Feldbetten) ging es weiter - mit Unterricht, denn die Nacht war noch fern. Zur nächsten Unterrichtseinheit gesellten sich Silke Thomas, Leiterin vom Jugend Rotkreuz in Münster, mit einigen ihrer Schützlinge hinzu. „Wie kann es zu einem Brand kommen“ wurde von Daniel Ganz, Gemeindejugendfeuerwehrwart, erläutert und demonstriert. Dabei ging es zu wie im Chemie-Unterricht, manche Versuche klappten einfach nicht - der berühmte Vorführeffekt. Dass es kein schulischer Chemie-Unterricht war, ergab sich aus der plötzlich erfolgenden Alarmierung: Feuer nach Grillunfall in Altheim.

Die Jugendlichen von Feuerwehr und DRK rückten gemeinsam aus und lösten den Fall mit Bravour. Nach dem Abendessen begann ein geselliger Abend, ein Film sollte gezeigt werden. Wie im Alltag einer Berufsfeuerwehr lief auch dieser Programmpunkt nicht ohne Unterbrechung durch eine Alarmierung. Diesmal galt es, nach einem angenommenen Verkehrsunfall in Altheim zerbrochenes Glas und Öl von der Straße zu beseitigen. Der Sonntag begann mit Frühstück und „Dienstsport“ - Fußballspielen. Auch dieses Spiel wurde unterbrochen durch eine Alarmierung um 9.30 Uhr.

Diesmal galt es, einem angenommenen Brand im Gemeindehaus der Ev. Kirchengemeinde zu Leibe zu rücken. Bei diesem Übungseinsatz kam auch (endlich) Wasser ins Spiel, es wurde mit aller Kraft gelöscht. „Die können ihr Handwerk“, so ein anerkennender Kommentar der beobachtenden Ausbilder. Rechtzeitig vor Gottesdienstbeginn waren die „Löscharbeiten“ beendet, die Gerätschaften wieder auf den Fahrzeugen verladen. Mit dem Eintreffen der ersten Gottesdienstbesucher rückte die Jugendfeuerwehr ein ins Feuerwehrhaus. Ausgiebige Fahrzeugpflege, ein gemeinsames Mittagessen mit nachfolgender Abschlussbesprechung beendeten die diesjährige Herbstübung.

H.-Peter Panknin