"Abschlussübung" am 05.10.

In diesem Jahr war es wieder ein ganzer Tag der auf die Mitglieder der Jugendfeuerwehr Altheim zur Abschlussübung wartete. Wie bei der Berufsfeuerwehr traf man sich morgens und hatte einige Unterrichte und Vorführungen auf dem Programmplan stehen. Doch nicht immer kam man dazu, sich alldem zu widmen.

Um 10.00 Uhr trafen sich die Nachwuchseinsatzkräfte, um sich auf den bevorstehenden Dienst vorzubereiten. Als alle Dienstleute eingetroffen waren, wurde die Fahrzeugeinteilung veröffentlicht. Mit dem Wissen über die am Tag bevorstehenden Aufgaben der einzelnen besetzten Positionen betrachtete man sich das zur Verfügung stehende feuerwehrtechnische Gerät, mit dem man an diesem Tag arbeitete. Eine Stunde nach Dienstbeginn, um 11.00 Uhr, stand Theorieunterricht zum Thema Feuerlöscher an. Nur kurze Zeit nach Unterrichtsbeginn schellte das Einsatzsignal und die gesamte Mannschaft besetzte die Fahrzeuge: Das Alte Rathaus von Altheim wies eine Rauchentwicklung auf. Mit „Tatütata“ fuhren sie die Hauptstraße entlang, um dem Einsatzgeschehen Herr zu werden. Kein Feuer, aber Rauch, war was man vor Ort feststellte. Darüber hinaus waren noch Personen im Gebäude, die es zu retten galt. Bereits nach wenigen Minuten wurden die ersten mittels Trage aus dem Gebäude an die frische Luft gebracht und am Verletztensammelplatz betreut. Nach etwas mehr als einer halben Stunde war die Einsatzstelle abgearbeitet und man konnte sich wieder auf den Weg ins Feuerwehrhaus machen, um das Tagesprogramm fortzusetzen. Ein nicht zu vernachlässigender Punkt stand auf dem Programm: Um 12.00 Uhr war Mittagessen-Zeit. Schnitzelbrötchen mit Ketchup ließen sich alle Einsatzkräfte und Helfer schmecken. Immerhin konnte in aller Ruhe gegessen werden, denn auch das Eis und die Banane zum Nachtisch wurden vertilgt, ehe es erneut zum Alarm läutete. Dieses Mal war eine vermisste Person der Grund, weshalb die Nachwuchsretter ausrückten. In einem Waldstück, lins der L3095 in Richtung Richen, wurde eine Person vermisst. Ein Angehöriger konnte den Rettungskräften mitteilen, wo er die Person zuletzt gesehen hatte. Mit diesem Anhaltspunkt haben die Jugendlichen eine Suchkette gebildet und das Waldstück abgesucht. Recht schnell wurde die unter einem Baumstück verschüttete Person gefunden werden. Von diesem befreit, wurde sie aus dem Waldstück entfernt und übungsmäßig an den Rettungsdienst übergeben.

Von dem Einsatz zurückgekehrt wurde den Mädchen und Jungen vorgeführt, wie eine Fettexplosion zustande kommt. Ein Topf mit brennendem Fett wurde vor dem Feuerwehrhaus versucht mit Wasser zu löschen, wodurch das Wasser sich mit dem Fett vermischt hat und durch das Verdampfen aus dem Topf schoss. Leider hat dieser Versuch aufgrund des verregneten Wetters nicht sonderlich gut funktioniert. Der Regen hat das Fett schon beim Einfallen der Regentropfen zu kleineren Eruptionen gebracht. Dadurch wurde das Fett aus dem Topf herausgetragen und der eigentliche Versuch funktionierte nicht mehr wie geplant. Nach zwei Versuchen wurde den Kindern und Jugendlichen noch gezeigt, wie gefährlich Dosen mit Treibgas (z.B. Deodosen) sind, wenn sie sich erhitzen. Mittels Bunsenbrenner wurden diese in einem Gestell erhitzt und zum Zerbersten gebracht. Die dabei entstehende Explosion und der dazugehörige Knall waren eindrucksvoll. Dies veranschaulichte, wie gefährlich es ist, wenn man in ein brennendes Bad vorgeht, Deodosen im Sommer im Auto liegen gelassen werden oder sie anderweitig erhitzen.

Um kurz vor zwei Uhr nachmittags, läuteten die Alarmglocken erneut. „Verkehrsunfall – Lage unklar“ war die Einsatzmeldung, die über Funk gegeben wurde. Im Kreuzungsbereich zwischen Pommernstraße und Kärcherstraße war eine Person vor einen PKW gelangt der Öl verlor. Die Person wurde unter dem PKW eingeklemmt und von den Jungrettungskräften befreit. Zwei weitere Personen wurden aus dem Inneren des PKWs gerettet und das Öl wurde gebunden und von der Fahrbahn aufgenommen. Nach rund 30 Minuten war der Einsatz abgearbeitet und das Tagesprogramm konnte weiter gehen.

 

Im Feuerwehrhaus zurückgekehrt fand der Sprechfunkunterricht statt. Dabei lernten die Teilnehmer einiges über die technischen Abläufe sowie die Regeln beim Benutzen der Sprechfunkgeräte. Kurz vor Ende des Unterrichts sollte der Alarm nochmals losgehen. Der Brandmeldeanlagenalarm der Sport- und Kulturhalle hatte ausgelöst. In dem Vorbau war ein Feuer ausgebrochen. Eine Betreuerin und vier Kinder waren in den verrauchten Räumen eingeschlossen und wurden schnell von der Jugendfeuerwehr Altheim befreit. Danach wurde ein Brandangriff aufgebaut, damit das Feuer gelöscht werden konnte. Auch das meisterten die Kinder und Jugendlichen mit Bravour. Nachdem im Anschluss die Fahrzeuge wieder neu bestückt und geputzt wurden, traf man sich im Altheimer Feuerwehrhaus nochmals zur Abschlussbesprechung nach welcher der Übungstag beendet war. Alle Verantwortlichen und Ehrengäste, wie dem Vorsitzenden der Gemeindevertretung Günter Willmann, dem Gemeindebrandinspektor Florian Kisling, dem Gemeindejugendfeuerwehrwart Daniel Ganz und dem Jugendfeuerwehrwart der Jugendfeuerwehr Münster Stefan Schneider, konnten sich einen Eindruck von dem Leistungsstand der Jugendfeuerwehr Altheim machen. Es war ein rundum gelungener Tag.