"Jugendfeuerwehr Altheim löscht Motorradbrand auf A3 - Sommerfreizeit" vom 3. bis 10.08.

Die Jugendfeuerwehr Altheim war in der Zeit von 3. bis 10. August zu Gast in der Jugendherberge Passau. Eine Woche Spiel, Spaß und Unterhaltung standen auf dem Sommerfreizeit-Programm der Nachwuchs-Brandschützer.

Samstagsmorgens startete die achtköpfige Gruppe am Feuerwehrhaus in Altheim. Mehrere Stunden lang fuhren sie über die A3 mit kurzer Mittagspause, ehe sie bei der Jugendherberge an der Veste Oberhaus ankamen. Als erstes bezogen sie dort die Zimmer, ehe man sich in und um die Jugendherberge umsah. Besonders schön war der erste Ausblick über Passau an dem über der Stadt gelegenen Aussichtspunkt. Abends saß man in gemütlicher Runde noch zusammen und spielte Brettspiele oder die Aktiveren Tischtennis.

Am Sonntagmorgen ging es dann nach dem leckeren Frühstück und dem Packen der Lunchpakete in die Westernstadt Pullmann City. Mehrere Western- und Zaubershows wurden vorgeführt. Einer der Künstler hat mit einer Peitsche Rosen geköpft. Eine Dame aus dem Publikum hat diese dabei gefährlich nahe am Körper gehalten. In der selben Show hat ein Messerwerfer Luftballons kaputt geworfen, welche nahe seiner Assistenten platziert waren. In einer anderen Show hat ein Zauberer auch unter Einbindung des Publikums verschiedene Tricks vorgeführt. Sogar rundherum gab es viel zu sehen. Besonders die große Main Street war gebaut wie die Straße einer alten Westernstadt und auch andere Teile des Geländes waren mit großer Detailverliebtheit eingerichtet.

Am Montag war ebenfalls volles Programm. Zu Fuß startete die Gruppe auf den Wanderpfad, der entlang der Ilz führte. Auf der Hälfte der Strecke wurde auf einer idyllischen Wiese eine Pause gemacht. Auch einer Entenfamilie gefiel dieser Ort und sie machte ebenfalls Rast. Nach einer gemütlichen Pause ging es weiter in Richtung Passau, von wo aus es über die Donau und Inn rund um die Stadt herum ging. Eine Stadtrundfahrt auf dem Wasser rundete das Tagesprogramm ab, ehe die Kinder und Jugendlichen ihre Freizeit in der Stadt genossen.

Dienstags wurde das Stationsspiel durchgeführt. Wie bei der TV-Show „Schlag den Raab“ mussten die Kinder und Jugendlichen gegen die Ausbilder antreten. An jeder der Stationen wartete ein Ausbilder mit einem neuen Spiel auf das Team. Die einzelnen Spiele waren „Tischtennis“, „Seiltransport“, „Seilspringen“, „Frisbee “, „Münzen zählen“, „Papierflieger-Weitwerfen“, „Luftballon aufblasen“, „Würfeln“ und „Zielwerfen“. Am Anfang des Wettbewerbs konnten sich die Ausbilder etwas absetzen, ehe das Jugendfeuerwehrteam wieder ausgleichen konnte. Das vorletzte Spiel konnten die Kids für sich entscheiden, doch leider verloren Sie das letzte Spiel, wodurch die Ausbilder am Ende um einen Punkt vorne lagen und damit das gesamte Stationsspiel für sich entscheiden konnten.

Mittwochs ging es dann auf die Spuren von Sherlock Holmes. Die erzählte Geschichte gab vor, dass die Kids dabei einen Kriminalfall aufzuklären hatten. Den ersten Ermittlungsort bekamen sie mitgeteilt. Um dann die weiteren Orte herauszufinden, mussten an dem Ermittlungsort bis zu drei Hinweise in Teamspielen erspielt werden. Anhand dieser Hinweise konnte das „Ermittlerteam“ herausfinden, wo die nächsten Informationen auf die Gruppe warten. Ab und an gestalteten sich die Herausforderungen an den einzelnen Stationen schwierig. Es mussten Aufgaben, wie das Zuordnen von Reifenabdrücken den jeweiligen Profilbildern oder Teamspiele mit dem Seil, wie das Entwirren eines Knoten mit verbundenen Augen, bewältigt oder Fragen im kriminologischen Bereich beantwortet werden. Alle Hilfsmittel standen den Hobby-Ermittlern dabei zur Verfügung. Nicht immer konnten alle drei Hinweise erarbeitet werden und so musste man auch das eine oder andere Mal nur mit zwei Informationen den nächsten Ermittlungsort herausfinden. Schließlich gelangte das Team aber an der letzten Station, am Rathausplatz, an und konnte auch dort die Aufgaben bewältigen. Damit haben sie dann spielerisch den Fall gelöst.

Der Donnerstag war dann etwas entspannter. Die restliche Zeit am Vortag hatte man in der Stadt verbracht und mittlerweile war es der vierte Tag in Folge an dem man zu Fuß unterwegs war. Deshalb war an diesem Tag das gemütliche Programm gerechtfertigt: Der Freibadbesuch gehört fest auf den Plan einer jeden Freizeit. Das PEB, Passauer Erlebnisbad, bot dabei viele Möglichkeiten. Ein Sprungturm, ein Wellenbecken, ein Strömungszirkel und nicht zuletzt zwei Beachvolleyball-Felder ließen keine Langeweile aufkommen. Nach mehreren Stunden in denen zwischenzeitlich auch stets ausgeruht wurde, ging es Nachmittags dann wieder mit Freizeit in die Stadt bzw. die Jugendherberge.

Der Freitag war der letzte Tag in Passau, ehe es am Samstag wieder zurück in die Heimat gehen sollte. An diesem Tag war passender Weise das Wetter etwas schlechter. Das Programm war jedoch darauf ausgelegt, dass es drinnen statt fand. Der Besuch der Passauer Neuen Presse brachte den Teilnehmern, wie bei der „Sendung mit der Maus“ bei, wie eine Zeitung gedruckt wird. Ein Film des TV-Formats „Willi wills wissen“ bot dabei den Einstieg und zeigte, wie die redaktionelle Vorarbeit einer Tageszeitung aussah. Anschließend wurde durch die Druckerei geführt. Dort entstand aus tonnenschweren Papierrollen die mehr oder weniger handliche Tageszeitung. Interessant war, wie die mehrstöckigen Drucker aussehen, durch die das Papier mit bis zu 100 km/h rast und dabei die Farbe aufnimmt – nichts für das eigene Büro. Nach der Mittagspause stand noch der Besuch der ILS Passau, der Integrierten Leitstelle, auf dem Programm. Gegen 13.00 Uhr angekommen, gab es eine Erklärung über die Zuständigkeitsbereiche der Leitstelle und deren Struktur. Für drei Landkreise und die Stadt Passau und damit mehr als 500.000 Menschen ist die Notrufzentrale zuständig. Mindestens vier Disponenten und ein Schichtleiter sind dabei stets vor Ort und kümmern sich um die Notrufe aus der Bevölkerung woraufhin entsprechende Rettungsmittel alarmiert werden, um schnelle Hilfe zu veranlassen. Einen größeren Einsatz gab es jedoch während des Aufenthaltes in der Leitstelle nicht. Zwar wäre es spannender gewesen, doch ist man ja froh, wenn niemandem etwas Schlimmes passiert ist. Am Freitagabend stand ein gemeinsamer Filmabend auf dem Programm. Bevor dieser jedoch startete, bekamen die Teilnehmer der Freizeit für die erfolgreiche Ermittlungsarbeit vom Mittwoch noch Knabberei und Süßes. Auch die Ausbilder wurden Überrascht. Jeder erhielt ein Handgezeichnetes T-Shirt mit Minion-Abbildung als Dankesgeste für die Mühe in der Vorbereitung und die tolle Woche, welche den Teilnehmern sehr viel Spaß bereitet hat. Auch die Ausbilder hatten eine spaßige Woche und haben sich sehr über das Präsent gefreut.

Am Samstag wartete nach dem Frühstück, dem Aufräumen und dem Putzen der Zimmer dann die Heimreise, bei der es für die Kids noch einmal ein unerwartetes Highlight geben sollte. Ein Stau hatte sich bereits angekündigt, weswegen die Ausbilder entschieden, zuvor bereits eine Pause einzulegen. Bei dieser wurde gegessen und kurzzeitig entspannt, ehe es dann weiter ging. Wie angekündigt, wurde der Verkehr zäher und man stand auch kurzzeitig auf der Autobahn. Kurz vor Geiselwind konnte man hinter einer Bergkuppe dann Rauch aufsteigen sehen. Die Ausbilder telefonierten sich im Stau stehend zusammen und als man etwas weiter vorrückte, konnte man sehen, dass sich ein Motorrad im Vollbrand befand und noch keine Hilfe vor Ort war. Im selben Moment fuhr über die Gegenfahrbahn die Polizei mit Sondersignal. Die Ausbilder entschieden, sich ebenfalls mit Sondersignal einen Weg durch den Stau zu bahnen und mit den beiden Feuerlöschern den Brand zu bekämpfen. Gesagt getan. Kaum war das Sondersignal eingeschaltet, bildeten die im Stau stehenden Fahrzeuge eine Gasse und die Nachwuchseinsatzkräfte zogen vor. Dort angekommen hielt man mit ausreichendem Abstand zum Brand an und die beiden Ausbilder Marcel und Thilo begannen mit dem Brandangriff, während die mitgereisten Kinder im Fahrzeug warteten und Till die Absperrmaßnahmen durchführte. Nach kurzer Zeit war das Feuer gelöscht und es musste nur noch ab und an nachgelöscht werden, wenn sich das Motorrad aufgrund der Hitze wieder entzündete. Kurz darauf trafen auch die Polizei und die örtliche Feuerwehr am Einsatzort ein. Man klärte noch einige organisatorische Dinge ab und dann machten ging es wieder auf den Weg nach Hause. Im Rasthof Würzburg wurde vor der letzten Etappe noch einmal gerastet und über den Vorfall gesprochen. Gegen kurz nach 16.00 Uhr waren alle wieder in Altheim, wo einige Eltern bereits warteten. Es war eine rundum gelungene Freizeit bei der alle ihren Spaß hatten und die am Ende mit der Action bei der Einsatzfahrt und dem Motorradbrand gekrönt wurde. Auch ohne diesen Einsatz waren sich alle Teilnehmer einig: Sie fahren wieder mit!