"Wochenfreizeit in Lindau am Bodensee" vom 22. - 29. August

Eine Woche voller Spaß im Kreise der Jugendfeuerwehrmitglieder. So sieht unsere Sommerfreizeit aus. Diese führen wir alle zwei Jahre in den Sommerferien durch. Eine Woche lang geht es dann mit Sack und Pack in die Jugendherberge einer Kleinstadt. In diesem Jahr wünschten sich die Kids als Ziel Lindau am Bodensee. Gesagt getan. In der Zeit vom 22. bis 29. August 2015 war es so weit.

Am ersten Tag stehen die Anreise und das Einfinden in der Jugendherberge auf dem Plan. Nach der Anreise, welche dieses Mal mit einem MTF (Mannschaftstransportfahrzeug) erfolgte, kamen wir nachmittags in der Jugendherberge an. Dort bezogen wir die Zimmer und richteten sie ein. Anschließend fanden sich einige auf dem Gelände der Jugendherberge zusammen, um Fußball-Tennis oder Frisbee zu spielen. Gemeinsames Abendessen und Brettspiele im Foyer ließen den ersten Tag ausklingen.

Am Sonntag wollten wir die Stadt kennenlernen. Dazu diente die vorbereitete Stadtralley. Zwei Teams traten gegeneinander an und lösten die gestellten Aufgaben. Ganz nebenbei kamen die Teilnehmer so herum und lernten die Inselstadt Lindau kennen. Im Anschluss daran fuhren wir weiter zum „Eistobel“. Durch dessen Schlucht wanderten wir und bewunderten die Natur, welche durch das dort fließende Wasser geprägt wurde. Ein schönes Fleckchen Erde und wir mittendrin. Abends waren wir jedoch froh, wieder in der Jugendherberge zu sein. Durch die Rallye und die Wanderung waren wir viel auf den Beinen.

Das Montagsprogramm war sitzend, aber nicht weniger anstrengend geprägt. Am „Strandbad Eichwald“ stiegen wir auf ein Boot um. Genauer gesagt: Ein Kanu. Mit diesem schauten wir uns die Stadt von der Wasserseite aus an. Selbstverständlich hatte das Boot keinen Motor und mit antreibenden Gesängen und rhythmischen Paddel-Zügen umschifften wir die Insel. Eine kleine Pause im kleinen Hafen, ehe es zurück ging, war selbstverständlich enthalten. Teilweise war die Fortbewegung in einer so kleinen ‚Nussschale’ doch etwas gewöhnungsbedürftig. Insbesondere auf der Wetterseite wurden wir, ungeschützt von der Insel, etwas von den Wellen durchgeschüttelt.

Am Dienstag ging es teilweise etwas ruhiger zu. Einer der beiden Workshops beschäftigte sich nämlich mit dem Bau von Atemschutzgeräten. Diese wurden aus einem Abflussrohr zurechtgeschnitten. An den beiden Enden wurde mittels Styropor und Pappmaché eine Rundung zur Flaschenform gebildet. Das Trocknen dauerte etwas und so werden die Geräte erst nach der Freizeit fertiggestellt. Sie werden dann noch gelb angemalt und auf die Rückenplatten ausgemusterter Atemschutzgeräte montiert. Die andere Hälfte der Kids beschäftigte sich im Sportworkshop. Zum Aufwärmen ging es zunächst rund zwei Kilometer laufen. Anschließend, gut aufgewärmt, wurden ein paar Übungen der „Freeletics“-Bewegung vorgestellt. Sehr anstrengend, wie alle nach kurzer Zeit merkten. Weiterhin wurde Volleyball, Frisbee und Fußball-Tennis gespielt.

Auch der Mittwoch war sportlich. Der Tag begann mit einer Radtour über die umliegenden Hügel. Nicht selten mussten wir absteigen, um diese zu erklimmen. Dennoch hat es sich gelohnt. Die Panorama-Radtour bot viele schöne Aussichten über den Bodensee. Der Rückweg führte an diesem dann vorbei und auch von dort haben wir einige schöne Ausblicke genossen. Am Mittag sind wir mit dem Busschen in den „Skywalk“ in Scheidegg gefahren. Aus den Baumwipfeln heraus konnte man sich einen guten Überblick über die Gegend und auch den Bodensee verschaffen. Auf dem Rückweg machten wir Halt im Reptilienzoo. Der kleine privat geführte Zoo bot eine Übersicht über verschiedene Schlangen und Spinnen. Das Highlight: Eine Schlange auf den Schultern. Wer wollte, konnte diese Erfahrung machen. Fast alle waren dabei.

Donnerstags spielten wir „Räuber und Gendarm“. Die Ausbilder wurden von den Kids, die in zwei Gruppen eingeteilt wurden, querfeldein gejagt. Von Etappe zu Etappe wurden diese beim Geländespiel verfolgt und es wurde versucht, ihnen den Weg abzuschneiden. Bereits in der ersten Etappe gelang der einen Gruppe dies beinahe. Doch dann konnten sich die Ausbilder noch verstecken. Am Ende hatten beide Gruppen vor einer Etappe jedoch das Glück, dass sie die Ausbilder gefangen hatten. An den jeweiligen Stationen warteten Spiele auf die beiden Jäger-Teams, die ebenfalls Punkte einbrachten. Es war ein knappes Endergebnis und am Abend waren alle froh, zurück zu sein. Bei dem Spiel wurden nämlich auch mehrere Kilometer Wegstrecke zurückgelegt.

Der Freitag sollte etwas entspannter sein. Morgens waren wir im Kletterpark. Einige Strecken kreuz und quer durch den Wald stellten unsere Balance und unser Geschick auf die Probe. Eine spaßige Angelegenheit für alle. Danach fuhren wir ins Strandbad Eichwald, wo wir den strahlenden Sonnenschein genossen und die Sommerfreizeit ausklingen ließen. Der Abschussabend sah ein gemeinsames Spiel vor: „Schlag den Ausbilder“ – in Anlehnung an „Schlag den Raab“. Die Jugendlichen traten dabei gegen einen der beiden Ausbilder an. Spiele wie „Spaghetti-Mikado“, „Wo liegt...?“ oder „Münzen schnicken“ warteten auf die Kontrahenten. Am Ende entschied das Spiel „Nageln“, bei dem Nägel mittels Hammer in einen Balken geschlagen werden mussten, den Sieg für die Ausbilder. Eine Revanche steht noch aus. Anschließend wurde gemeinsam mittels Beamer ein Film geschaut und der Abend klang gemütlich aus, ehe am Samstag lediglich die Rückreise bevorstand.

 

Eine Woche, volles Programm, tolle Tage, schöne Erinnerungen. 2017 wieder!

 


Bei der Wanderung im Eistobel.

 
Vor der Kanutour 


Das werden Atemschutz-Übungsgeräte


Sport-Workshop


Im Kletterpark


Teilnehmer der Wochenfreizeit