Rund 130 Mitglieder kamen zum Familien- und Ehrungsabend der Freiwilligen Feuerwehr Münster ins Vereinsheim des SV Münster. Im ersten Teil des Abends wurde den Einsatzkräften gedankt, die im vergangenen Jahr erneut mehr als das Doppelte der geforderten Ausbildungsstunden absolviert hatten. Für diese Leistung wurden 25 Personen aufgerufen und mit einem kleinen Dankeschön bedacht. Paul Jelinek wurde besonders erwähnt, da er diese Leistung bereits zum fünften Mal erbracht hatte.
Anschließend standen die ersten Beförderungen an. Den Auftakt machte der Dienstgrad „Feuerwehrmann/-frau Anwärter/-in“ für diejenigen, die noch neu dabei und ohne Grundlehrgang sind. Hierzu zählten Sebastian Graser, Fabian Herd, Marc Michelmann, Lisa Steiger und Aaron Theisen. Es folgte der Dienstgrad „Feuerwehrfrau/-mann“. Gemeindebrandinspektor Florian Kisling stand dabei vor einer kleinen Herausforderung, denn neben Martin Danz, Vanessa Gärtner, Lucas Krauß, Leo Liebler und Tjure Schoeltzke erhielten auch die eineiigen Zwillinge Pitt und Toni Oestreicher die Beförderung. Sichtlich erleichtert, dass er die Zwillinge richtig zuordnen konnte, lobte er einen Sonderpreis für jeden anderen aus, der dies am Abend noch richtig machen würde. Eine weitere Steigerung war die Vergabe des Dienstrangs „Oberfeuerwehrfrau/-mann“, den ab sofort Marlene Fernandes, André Frank, Sebastian Heinze, Christian Homa, Lenny Kisling, Sara Merklein, Christian Reinhold und Eva Riesterer tragen dürfen. Voraussetzung für die nächste Stufe waren einigen Sonderlehrgängen sowie der absolvierte Truppführerlehrgang. Hierzu zählten Philipp Bolz, Michael Fieres, Jannis Herd, Marlon Kisling und Steffen Schneider, die nun allesamt Hauptfeuerwehrmänner sind. Einige der Genannten der ersten vier Dienstgrade waren nicht anwesend und erhalten die Beförderung somit zu einem späteren Zeitpunkt. Gemeindebrandinspektor Florian Kisling erklärte den Anwesenden, dass es in den drei Löschmeister-Dienstgraden keine Veränderungen gab, aber noch zwei Beförderungen in den Brandmeister-Dienstgraden. Er konnte Julian Koerpel zum Brandmeister und Sören Grundmann zum Hauptbrandmeister befördern, dem höchsten Dienstgrad in einer Freiwilligen Feuerwehr.
Im zweiten Teil brachte Kreisbrandinspektor Matthias Maurer-Hardt für drei jüngere Kameraden eine besondere Auszeichnung mit, ein Stipendium der Wilfried Köbler Stiftung, das einen einmaligen Zuschuss zum Führerschein beinhaltet. Maurer-Hardt konnte dieses an Lucas Krauß, Pitt Oestreicher und Toni Oestreicher übergeben. Den von Kisling vorher ausgelobten Sonderpreis konnte er jedoch nicht für sich beanspruchen, da er die beiden verwechselte.
Anschließend überreichte Kreisbrandinspektor Matthias Maurer-Hardt Katastrophenschutz-Medaillen für langjährige Dienste im Katastrophenschutz. Für zehn Jahre aktive Dienstzeit erhielten Thekla Hecker, Florian Herd und André Wolf die bronzene Medaille. Bei André Wolf scherzte Maurer-Hardt, dass es den hessischen Katastrophenschutz beträfe, da Wolf vorher in Bayern bei einer Feuerwehr tätig war. Für ein Vierteljahrhundert aktiver Dienstzeit bekamen Patrick Eichhorn, Tobias Fieres, Peter Groh, Sascha Schneider und Daniel Szygulski die silberne Medaille. Die goldene Medaille für stolze 40 Jahre aktive Dienstzeit im Katastrophenschutz erhielt Reiner Bader, der mit der Ehrung nicht gerechnet hatte. Umso mehr amüsierte es die Anwesenden, dass er sich bereits von seiner Krawatte befreit hatte und diese nun wieder umlegen musste.
Eine weitere Steigerung gab es bei den Ehrungen, denn Kreisbrandinspektor Maurer-Hardt konnte gleich zwei Mitglieder für 50 Jahre aktive Mitgliedschaft auszeichnen. Hierfür erhielten Reiner Funck und Peter Strauß das Goldene Ehrenzeichen vom Bezirksfeuerwehrverband Hessen-Darmstadt. Beide Kameraden waren über viele Jahre aktiv in der Einsatzabteilung und engagieren sich weiterhin in der Ehren- und Altersabteilung.
Im weiteren Verlauf wurden langjährige Vereinsmitglieder für ihre Treue geehrt. Für 25-jährige passive Mitgliedschaft konnte Vorsitzender André Wolf ein Weinpräsent und die Vereinsnadel in Bronze an Kurt Sattig und Henriette Triefenbach überreichen. Zwölf Mitglieder standen auf der Liste für 50-jährige passive Mitgliedschaft. Dies war auch auf die damalige Gründung der Jugendfeuerwehr zurückzuführen. Kurt Kreher, Uwe Kreher und Michael Wildhirt konnten direkt mit der silbernen Vereinsnadel und einem Weinpräsent geehrt werden. Entschuldigt gefehlt haben Jürgen Frühwein, Willy Heckwolf, Michael Heckwolf, Claus Huther, Julika Huther, Werner Kreher, Jürgen Roßkopf, Bernd Stork und Reiner Werner.
Ebenfalls für 50 Jahre Mitgliedschaft im Verein, aber als aktives Mitglied erst in der Einsatzabteilung und jetzt in der Ehren- und Altersabteilung, ehrte André Wolf Roland Groh und Günter Schneider. Beide erhielten die goldene Vereinsnadel, ein Weinpräsent und einen Präsentkorb.
Franz Orth, der als Sprecher der Ehren- und Altersabteilung einen Nachfolger sucht und in Günter Schneider den richtigen Kandidaten sieht, äußerte dies passend zur Ehrung von Schneider. Viel Beifall gab es dafür. Nun darf man gespannt sein, ob Günter Schneider tatsächlich die Nachfolge von Franz Orth antreten wird.